Warum bauen die die Beschäftigten von Nokia und BenQ kein eigenes Handywerk auf?
Die haben doch alle zusammen jede Menge Know How und könnten, bei entsprechenden Plänen, sicher auf eine Anschubfinanzierung seitens des Bundes und der Länder rechnen. Na, aber die anderen haben ja auch mal irgendwann begonnen. Mit der Einstellung, dass es alles schon gibt, kann ich mir gleich ‘nen Strick nehmen
bikeddie on 02 Jun 2010 at 11:49 #
Leider wurden schon ca 9o Mio an Investitionen getätigt ( Bund und Land )die Vertragsmäßig im Jahr 2005 ausgelaufen sind und bereits 2006/07 von Nokia Andeutungen gemacht wurde die Fabrikation ins Ausland zu verlagern. Also als Fazit: Die Vertragslaufzeiten sind zu Kurz . Es wird also keine weitere Investition stattfinden.
paradox on 02 Jun 2010 at 12:20 #
Komisch, aber diese Frage habe ich mir auch gestellt. Aber vermutlich würde das an der Industrielobby scheitern. Da kämen dann patentrechtliche Fragen ins Spiel, warum sollte sich die Industrie Konkurrenz im eigenen Haus heranziehen. Womöglich wäre die dann auch noch erfolgreich und würde die monströs bezahlten Wirtschaftsführer dumm aussehen lassen. . .
Frank T on 02 Jun 2010 at 12:45 #
Wer ist dann Aktionäre von der Gesellschaft ? Wer riskiert sein Geld ? Kommt Geld vom Staat, dann muß der Staat irgendwann immer mehr Unternehmen aufkaufen und aufbauen. Wie sollte dann das neue Handy heißen ?Nokia kann es nicht heißen, da gibt es Urheberrechte. Nennen wir es Nokorolla. Kaufst Du lieber ein Nokia, ein Motorolla oder ein Nokorolla ? Eben, keiner kennt das Nokorolla, wer kauft es dann schon ?
toxy™ on 02 Jun 2010 at 13:14 #
gab’s da ueberhaupt ‘ne entwicklungsabteilung oder war das reine produktion?sorry, aber von know-how zu reden, wenn’s nur um angestellte geht, die am fliessband den lcd-screen festdruecken bringt nicht viel. in dem bereich wuerde auch eine kleine anschubfinanzierung nicht reichen. dazu gibt’s dann noch die lobby anderer hersteller. . . sehr, sehr schwierig. in kleinen maschinenbauunternehmen haben so sachen schon geklappt (zb damals, nach der wende) aber in der groessenordnung kaum zu schaffen
hansi_mustermann2000 on 02 Jun 2010 at 13:54 #
Leider gilt all das was die Mitarbeiter dort an “know-how”geschaffen haben als Eigentum der genannten Firmen,da es während des Arbeitsverhältnisses entstanden ist. Außerdem fehlt den Menschen Kapital. Aber wenn es das gäbe, wäre das für mich ein Grund nachca. 5 Jahren mal wieder ein Handy zu kaufen.
wolf on 02 Jun 2010 at 14:09 #
Das würde NOKIA nicht erlauben, denn das wäre eine Konkurenz und würde Nokias Gewinn schmälern. Und Nokia hat die Macht das auch mit Hilfe seiner Politiker zu verhindern.
Dgroove on 02 Jun 2010 at 14:15 #
Die Steuerung eines internationalen Unternehmens mit marktführender Position, beinhaltet nicht nur Fachkräfte der Produktion, sondern vielmehr eine strategische Ausrichtung innerhalb der Leitungen von Produktion, Vertrieb, Marketing, Finance & Controlling, Risikomanagement, Personal usw. Ein Unternehmen dieser Kategorie wird immer nach Wegen suchen die Kosten zu senken und die die Umsätze zu erhöhen um die Marktführerschaft zu erhalten. Zudem werden siese Entscheidungen nicht in Deutschland getroffen, da es sich jeweils um ein koreanisches und ein schwedisches Unternehmen handelt. Wichtiger wäre es, wenn wir innerhalb der europäischen Gemeinschaft gleiche Voraussetzungen schaffen würden. Nicht nur was das Einkommen angeht, sondern auch in Beziehung der Sozialleistungen. Solange ein Ungleichgewicht in diesen Punkten vorhanden ist werden Unternehmen dies tun. Eine Deutsche Bank beispielsweise arbeitet schon lange in Bratislawa oder Indien. . .