Welche Eigenleistungen sind möglich beim Holzhausbau?

Wird ein Holzhaus gebaut, können Bauherren einen großen Teil der Baukosten einsparen, in dem sie die Arbeiten, die ihnen möglich sind in Eigenleistung verrichten. Das heißt, dass sie nur die Arbeiten, die sie nicht selbst verrichten können, vom Hersteller des Holzhauses erledigen lassen. Alle arbeiten, für die die entsprechenden handwerklichen Fähigkeiten vorhanden sind, können vom Bauherrn selbst oder von selbst organisierten Helfern gemacht werden. Wichtig beim Inanspruchnehmen von Helfern ist auf jeden der Abschluss einer Bauhelferversicherung, damit diese im Falle eines Unfalles auch versichert sind.

Mögliche Eigenleistungen bevor der Holzbau errichtet wird

Bevor ein Holzhaus überhaupt erst errichtet werden kann, muss eine Baugrube ausgehoben werden, in die das Fundament eingelassen wird. Diese Erdarbeiten können mit einem Radlader und einem Minibagger gut erledigt werden. Wenn die Anschlüsse für Wasserleitungen, Kanalanschlüsse und Drainagen verlegt sind, kann in Eigenregie die Grundplatte gegossen werden, auf der dann das Holzhaus errichtet werden soll. Ist ein Keller erwünscht, kann der Bauherr diesen selbst errichten, die Außenisolierung anbringen und die nötigen Auffüllarbeiten schon erledigen, bevor das eigentliche Holzhaus geliefert wird.

Mögliche Eigenleistungen in der Halle des Holzhausherstellers

Wird das Holzhaus aus Holzständerwerk errichtet, können bei einigen Firmen, die Bauherren selbst schon in der Halle Hand anlegen. Hier können die Rahmenteile während dem Holzbau mit Isolierung gefüllt werden, die Hölzer für das Dach selbst lasiert oder lackiert werden. Handelt es sich um ein Blockhaus, kann der Bauherr schon die Kanthölzer, die zu den Außenwänden zusammengefügt werden, vorstreichen, um eine erste Imprägnierung zu erreichen, bevor die Hölzer im Holzbau zusammengefügt werden.

Mögliche Eigenleistungen im Rohbau des Holzhauses

Sobald der Holzbau im Rohbau errichtet ist, gehen die Eigenleistungen so richtig los. Elektriker- oder Heizungsbauarbeiten sollten nur dann selbst verrichtet werden, wenn wirklich ein Fachmann am Werk ist. Denn die beste Eigenleistung ist nutzlos, wenn es deshalb zu einem fehlerhaften Betrieb kommt, im schlimmsten Fall sogar zu Schäden am Bau.

Auf jeden Fall kann ein handwerklich geschickter Bauherr aber in seinem Holzbau sämtliche Innenausbauarbeiten verrichten. So können zum Beispiel noch fehlende Dämmungen in Wänden und Dach angebracht werden. Anschließend werden im Trockenbau Gipsplatten angebracht, verspachtelt und abgeschliffen. Auch ein eventuell geplanter Trockenstrich kann selbst verlegt werden. Anschließende Fliesen- und auch anderer Fußbodenverlegearbeiten sind schnell gemacht. Die abschließenden Tapezier- und Malerarbeiten bilden den Abschluss im Inneren des Hauses.

Damit der Bau zum Abschluss kommt, kann der Bauherr seine Außenanlagen selbst anlegen. Fertig ist das Holzhaus und der Bauherr hat eine Menge an Kosten eingespart.